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Marchese Antinori · Toskana

Tignanello 2018, Marchese Antinori, Magnum

CHF 389.00

Tignanello 2018, Marchese Antinori, Magnum: Toskanische Perfektion im Doppelformat

Die Familie Antinori macht seit 1385 Wein — sechs Jahrhunderte, 26 Generationen. Und trotzdem haben sie es geschafft, mit dem Tignanello 2018 etwas zu erschaffen, das selbst für ihre eigenen Massstäbe aussergewöhnlich ist. Der Jahrgang 2018 war kühl und lang, die Reifeperiode langsam und präzise — ideal für die Sangiovese-Reben auf der Tenuta Tignanello zwischen den Flusstälern des Greve und Pesa, auf 350 bis 400 Metern Höhe im Herz der Chianti Classico-Zone. Das Resultat: ein Tignanello von atemberaubender Reinheit und Eleganz, den die wichtigsten Kritiker der Welt einhellig zu einem der drei grössten Tignanellos überhaupt erklärten. In einer 1,5-Liter-Magnum reift er langsamer und tiefer — das ultimative Format für einen Wein, der die Zeit auf seiner Seite hat.

Wie schmeckt er?

Im Glas leuchtet er in einem tiefen, intensiven Rubinrot mit leichtem Violettschimmer. Die Nase ist eine elegante Symphonie: reife Kirschen, Brombeeren, Johannisbeere, Kirschblüte und Rose, unterlegt von feinem Tabak, Kampfer, Mokka und dunklen Gewürzen. Am Gaumen mittelkräftig bis vollmundig, mit einer Lebendigkeit und Spannung, die einfach elektrisiert. Die Tannine sind seidig, perfekt reif — sie tragen die Frucht, ohne sie zu dominieren. Der Abgang ist von bemerkenswerter Länge und Präzision, mit Noten von Leder, Zedernholz und Lakritz.

Trinktemperatur: 17–18 °C ·
Trinkfenster: jetzt bis 2040+, optimale Phase ab 2026

Perfekt für

Ein aussergewöhnliches Abendessen zu einem besonderen Anlass. Die Magnum lädt zum Teilen ein — mit einem klassischen Bistecca alla Fiorentina vom Holzkohlegrill, einem langsam geschmorten Wildschweinragout oder einem Tagliata mit Trüffel und Parmesan.

Die Profis sind sich einig…

Der Wine Advocate vergab 98 Punkte und nannte den 2018 überschwänglich seinen persönlichen Favoriten gegenüber dem legendären 2016. Vinous bewertete ihn mit 97 Punkten und sprach von «atemberaubender Reinheit» — «der puren Frucht allein ist schon berauschend.» James Suckling vergab 96 Punkte. Der Kritikerdurchschnitt liegt bei 97,3 Punkten — einer der drei grössten Tignanellos, die je produziert wurden. Wine.com + 2

  • Was ist es? Italiens ikonischster Super Toscan in einem der besten Jahrgänge seiner Geschichte — im idealen Magnum-Format.
  • Von wo? Toskana, Italien (IGT Toscana).
  • Trauben? 80% Sangiovese, 15% Cabernet Sauvignon, 5% Cabernet Franc.
  • Schmeckt nach? Reifer Kirsche, Brombeere, Kirschblüte, Mokka, feinem Tabak und Leder.
  • Bewertung? 98/100 Wine Advocate · 97/100 Vinous · 96/100 James Suckling.
  • Format: Magnum (1,5 L) — das ideale Format für langsame, anmutige Reifung.

Auktionswert · Jahrgang 2018 CHF 150 Median pro 75-cl-Flasche, 21 Auktionsverkäufe, ohne Aufgeld

Preisverlauf →

Nicht vorrätig

Was
Rotweine
Woher
Toskana, Italien
Rebsorten
Cabernet franc, Cabernet Sauvignon, Sangiovese
Format
1.5 L

Die Geschichte

Tignanello 2018, Marchese Antinori, Magnum

Marchese Antinori & Tignanello: Die Erfindung der modernen italienischen Weinkultur

Es gibt Weine, die gut sind. Es gibt Weine, die grossartig sind. Und dann gibt es Weine, die die Geschichte verändern. Tignanello gehört zur dritten Kategorie.

Um das zu verstehen, muss man zurück ins Jahr 1971. Italien. Das Land der Regeln. Die Weingesetze schreiben vor, was in welchem Fass, mit welcher Traube, wie lange zu lagern ist. Sangiovese ist König — aber er muss mit weissen Trauben verschnitten werden, wie es das Gesetz verlangt. Wer das ignoriert, verliert seinen DOC-Status. Wer zu weit geht, produziert technisch gesehen nur einen schlichten Tafelwein.

Piero Antinori entschied sich, zu weit zu gehen.

Der Skandal, der alles veränderte

1971 kreierte der damalige Önologe Giacomo Tachis — zusammen mit Piero Antinori — einen Wein, der die Regeln brach: keine weissen Trauben, dafür Cabernet Sauvignon und Cabernet Franc neben der Sangiovese. Reifung in kleinen französischen Barriques statt in den traditionellen grossen Fässern. Kein DOC-Titel — dieser Wein hört auf den schlichten Namen «Vino da Tavola.» Tafelwein. Aber welcher Tafelwein.

Die Reaktion der Weinwelt: Schock. Empörung. Und dann — Bewunderung.

Innerhalb weniger Jahre wurde Tignanello zur Blaupause einer ganzen Bewegung. Die Welt begann von «Super Tuscans» zu sprechen. Sassicaia, Ornellaia, Masseto — sie alle verdanken ihre Existenz dem Mut, den Piero Antinori 1971 bewiesen hatte.

Die Tenuta: Ein Weinberg wie ein Klassenzimmer

Die Tenuta Tignanello liegt zwischen den Tälern des Greve und des Pesa, im absoluten Herz der Chianti Classico-Zone. 320 Acres Weinberge auf 350 bis 400 Metern Höhe — hoch genug, um von der toskanischen Hitze verschont zu bleiben, tief genug im Tal, um von der Rhône-Wärme zu profitieren. Das Terroir ist komplex: rötliche, eisenarme Böden, reich an Kalkstein und Schiefer, die der Sangiovese ihre charakteristische Frische und Spannung verleihen.

Kein anderes Weingut der Familie Antinori drückt ihre Philosophie so präzise aus wie die Tenuta Tignanello: Tradition und Moderne in einem Glas vereint.

26 Generationen. Eine Obsession.

Die Familie Antinori ist seit 1385 im Weinbau — 26 Generationen ohne Unterbrechung. Sie sind Mitglieder der Primum Familiae Vini, dem exklusivsten Weinclub der Welt, in dem nur 12 Familien sitzen — Mouton-Rothschild, Drouhin, Egon Müller, Pol Roger, Vega Sicilia. Zu Recht.

Piero Antinori, heute Ehrenpräsident, führte das Weingut über Jahrzehnte mit einer Philosophie, die einfach, aber radikal war: Qualität vor Tradition, Terroir vor Konvention, Mut vor Komfort.

Tignanello heute: Ein Wein der Extreme

Tignanello ist der 13. meistgesuchte Wein auf wine-searcher.com weltweit. Nur ein einziger italienischer Wein schlägt ihn in den Suchanfragen — Sassicaia. Er ist Dauergast auf dem Liv-ex Power 100, dem Börsenindex der Weinwelt.

Und trotzdem: Tignanello ist kein Investitionsobjekt. Er ist ein Genussobjekt — ein Wein, der trinkt wie ein Grossbürger aus einer anderen Zeit, der aber gleichzeitig modernste Weinbauphilosophie verkörpert. Piero Antinori sagte einmal, der beste Tignanello sei immer der nächste. Der 2018er beweist, dass er damit noch immer Recht hat.

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