Vin de Pays de Vaucluse Rouge 2013, Domaine des Tours: Der Jahrgang, der Geduld braucht — und belohnt
2013 war in der südlichen Rhône kein Jahr für Ungeduldige. Ein kühler, nasser Frühling, ein unbeständiger Sommer, ein langer, später Herbst — ein Jahrgang, der die Weinmacher zur Wahl zwang: früh lesen und sicher gehen, oder warten und hoffen. Emmanuel Reynaud wartete. Er wartete immer. Und was aus diesem Warten entstand, ist ein Domaine des Tours Vaucluse Rouge, der von allen Jahrgängen des Hauses der kälteste, straffste und mineralischste ist — der am wenigsten südlich schmeckt, der am meisten in Richtung Burgund oder nördliche Rhône driftet. Ein Wein für Kenner, die genau das suchen: Spannung statt Wärme, Finesse statt Fülle, Tiefe statt Zugänglichkeit.
Wie schmeckt er?
Im Glas ein helles, fast zart wirkendes Rubinrot — noch blasser als die warmen Jahrgänge, mit einem Hauch Granat. Die Nase ist komplex und still: rote Kirschen, Sauerkirsche, Granatapfel, frische Kräuter, feuchter Tabak, ein Hauch Unterholz und eine mineralische Tiefe, die sofort an Granit und Kalkstein erinnert. Am Gaumen schlank, präzise und elektrisierend frisch — die Textur ist seidig, aber gespannt wie ein Bogen. Die Tannine sind fein und fest, die Säure lebendig und strukturgebend. Der Abgang ist lang, mineralisch, fast salzig — und entwickelt sich im Glas über Stunden. Mindestens 90 Minuten Dekantieren dringend empfohlen.
Trinktemperatur: 16–17 °C ·
Trinkfenster: jetzt bis 2027, optimale Phase heute
Perfekt für
Ein durchdachtes, elegantes Abendessen. Seine kühle, straffe Struktur harmoniert wunderbar mit einem Lamm-Gigot mit Kräutern der Provence, einem gegrillten Entrecôte mit Kräuterbutter, einem Ziegenkäse-Soufflé oder einem kräftigen Comté — Gerichte, die Struktur brauchen, um die Struktur des Weins zu ehren.
Die Profis sind sich einig…
Der Domaine des Tours Vaucluse Rouge 2013 wird von Kennern als einer der intellektuellsten Jahrgänge des Hauses bezeichnet — kühler, strenger und mineralischer als die wärmeren Jahre, mit einer Tiefe und Spannung, die ihn von der Masse abhebt. CellarTracker-Einträge loben seine «erstaunliche Frische und Spannung für die Region» und seine «fast burgundische Mineralität.» Für jene, die Reynaud in seiner reinsten, kompromisslosesten Form suchen — das ist er.
- Was ist es? Der kühlste, straffste und mineralischste Jahrgang des faszinierendsten Landweins Frankreichs — Emmanuel Reynaud im Jahr der Geduld.
- Von wo? IGP Vaucluse, Südliche Rhône, Frankreich.
- Trauben? Grenache, Merlot, Counoise, Cinsault, Syrah — alte Reben, biologisch bewirtschaftet auf schwarzem Sand und Kies.
- Schmeckt nach? Sauerkirsche, Granatapfel, frischen Kräutern, feuchtem Tabak, Granit und Salzigkeit.
- Bewertung? Kritischer Geheimtipp — gelobt für «fast burgundische Mineralität und elektrisierenden Abgang.»
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